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Endlich wieder gut schlafen! Es wird viel darüber gewitzelt, genauso oft wird es totgeschwiegen: Das Schnarchen. 30 Millionen Deutsche kennen im Alltag die Probleme, die sich aus der nächtlichen Ruhestörung für ihre Umgebung ableiten.
Dass sich jedoch hinter dem Schnarchen ein gravierendes Krankheitsbild, nämlich das Schlafapnoe-Syndrom, verbergen kann, ist weitgehend unbekannt. So kommt es, dass 80 % der Patienten mit Schlafapnoe noch undiagnostiziert sind. Vier Prozent der Bevölkerung haben ein Schlafapnoe-Syndrom, das verursacht wird durch nächtliches, sich wiederholendes Kollabieren der Atemwege im Rachenbereich. Durch diese Obstruktion entsteht ein starkes Vibrieren der Weichteile als Ursache des Schnarchens, mit 93 Dezibel vergleichbar mit dem Vorbeifahren eines 30-Tonners! Fällt der Pharynx ganz zusammen, kommt es zu Atempausen, die bis zu 600 mal pro Nacht auftreten und bis zu zwei Minuten andauern können. Erstaunlicherweise wird das Geschehen vom Betroffenen selbst nicht bemerkt. Ein Mensch erstickt nicht im Schlaf, weil es bei den sich wiederholenden Sauerstoffmangel-zuständen zu unterbewussten Weckreaktionen des Gehirns kommt: Die Atmung setzt dann sofort wieder ein. Diese zahlreichen, unterschwelligen Weckreaktionen in der Nacht führen jedoch dazu, dass der Betroffene nicht erholsam schläft, sondern auf Grund des fragmentierten Schlafes morgens kaputt, müde und unausgeschlafen ist. Es ist Stress für den ganzen Körper. Die Müdigkeit setzt sich als Tagesschläfrigkeit fort: Schlafapnoiker neigen dazu, in monotonen Situationen einzunicken. Das äußert sich beispielsweise im Sekundenschlaf am Steuer. Diese Betroffenen sind vier-siebenmal häufiger in Verkehrsunfälle verwickelt. Die medizinischen Folgen der unbehandelten Schlafapnoe sind gravierende Herz-Kreislauf-Risiken: Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, verbunden mit einer deutlich verminderten Lebenserwartung, aber auch Impotenz und seelische Erkrankungen wie z. B. die Depression. Nach neuesten Untersuchungen sind jedoch auch sehr viele Diabetiker betroffen. Weil die meisten Diabetiker übergewichtig sind, gesellt sich zur Diabetes oft eine Schlafapnoe. Treffen die beiden Volkskrankheiten aufeinander, ergibt sich eine explosive Mischung. Beide Krankheiten potenzieren die Risikofaktoren.
Nun, was kann ein Betroffener tun? Normalerweise begibt er sich in die Hände eines HNO- oder eines Lungen-Facharztes, um dann durch eine stationäre nächtliche Schlafaufzeichnung die Diagnose stellen zu lassen. Anschließend bekommt der Patient einen kleinen Kompressor mit nach Hause (CPAP-Überdruckbeatmung) , setzt jede Nacht eine Atemmaske auf und ein Überdruckluftstrom „schient“ den Rachen pneumatisch, so dass der Atemweg nicht kollabieren kann. Es gibt jedoch eine kleine Zahl von schlaftherapeutischen Zahnärzten, die diesen Betroffenen auch helfen können. Zu diesen gehört der Zahnarzt und Zahntechnikermeister Martin Ahrberg aus Darmstadt. Um eine Schlafapnoe diagnostizieren zu können genügt auch ein kompaktes,validiertes Screening-Instrument, das der Patient zu Hause wie ein Langzeit-EKG um den Brustkorb schnallt. Verbunden mit einer Nasensonde und einem Pulsoximeter zeichnet es wie im Schlaflabor die Schnarch- und Apnoe-Ereignisse sowie die Sauerstoff-Sättigung auf. Am nächsten Tag gibt es der Patient in der Zahnarztpraxis ab, die aufgezeichneten Daten werden im Computer eingelesen und eine Auswertung vorgenommen. Dies Verfahren trägt dazu bei, die Schlaflabore zu entlasten und die Wartezeiten für Patienten zu verkürzen, da über über den Risiko-Indikator im Vorfeld geklärt werden kann, ob eine schlafbezogene Atmungsstörung vorliegt und ein Aufenthalt im Schlaflabor mit Anschluss an 20 Kabel überhaupt notwendig ist. Somit trägt dieses Verfahren auch zur Entlastung der Kostenträger bei.
Das Problem der Patienten mit einem CPAP-Kompressor liegt an der Compliance. Ein Teil der Patienten kommt von Anfang an nicht damit zurecht und die Langzeitakzeptanz sinkt über Jahre bis unter 70%. Das bedeutet, dass ein nennenswerter Teil der Patienten dann untherapiert bleibt. Überdies filtert die verfeinerte Diagnostik immer mehr Patienten heraus, die nicht adipös sondern normgewichtig sind und eine weniger ausgeprägte Tagessymptomatik haben. Sie akzeptieren die nächtliche Überdruckbeatmung schlecht, aber das kardiovaskuläre Risiko bleibt. Eine große Akzeptanz durch die Patienten wird heute mit intraoralen Zahn-Schienen, die individuell durch einen schlaftherapeutisch ausgebildeten Zahnarzt hergestellt werden, erreicht. Vor über 20 Jahren entwickelte ein amerikanischer Zahnarzt aus Dallas/Texas, Dr. Keith Thornton, erstmals eine solche Schiene. Während seiner Militärzeit als Zahnarzt der US-Navy auf den Philippinen war er häufig auch bei Notoperationen und Erste Hilfe Maßnahmen beteiligt. Patienten, die unter Atemnot oder Erstickungsanfällen litten, wurden in einer Erste Hilfe Maßnahme durch das schnelle Vorziehen des Unterkiefers und dem damit verbundenen Öffnen des Rachenraumes wirksam geholfen.
Als sich Dr.Thornton Anfang der 90er Jahre erstmals mit der Therapie des Schnarchens und der Schlafapnoe beschäftigte, erinnerte er sich dieser wirkvollen Maßnahme zur Öffnung des Rachenraumes. Es war für ihn naheliegend, dass es mit Hilfe einer geeigneten Schienen-Konstruktion möglich sein musste, den Unterkiefer während des Schlafes nach vorne zu verlagern und so den hinteren Luftweg zu öffnen. Es gelang ihm relativ schnell, nicht zuletzt aufgrund seines Ingenieur-Studiums, eine mechanische Konstruktion zu entwickeln, die, eingebaut in zwei Zahnschienen, den Unterkiefer zuverlässig und kontrolliert in eine vorgelagerte Position bringt. Der Thornton Adjustable Positioner – kurz TAP – war geboren. Schnell zeigten wissenschaftliche Studien, dass mit Hilfe der TAP-Schiene eine gezielte und wirksame Therapie des Schnarchens und der Schlafapnoe möglich war. Leider sind diese geschilderten Zusammenhänge vielen Patienten aber auch Ärzten oft nicht bewusst. Eine interdisziplinäre, ganzheitliche Therapie ist gefordert. Sagen Sie Ja zu Ihrem Leben und Ja zu einer neuen Partnerschaft im gemeinsamen Schlafzimmer. Ja, wir können Ihnen helfen zu mehr Lebensqualität und Verbesserung des Allgemeinbefindens, auch Ihres Partners. Vereinbaren Sie Ihren persönlichen Beratungstermin in unserer Zahnarztpraxis im Herzen von Darmstadt.
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